Holz als Material in der eigenen Wohnung, im Büro sowie in anderen Räumen, in denen wir uns häufig aufhalten – das ist definitiv eine gute Wahl, denn Holz erzeugt eine angenehme Klangkulisse und schafft Wohlfühlatmosphäre. Aber wie sieht es mit der Wirkung auf die Luftqualität aus? Diese fühlt sich bekanntermaßen im Wald besonders gut und sauber an. Lässt sich dieser Effekt durch die Verwendung von Holzelementen auf den eigenen Wohnraum übertragen?
Diese Frage ist leider nicht ganz so einfach zu beantworten. Beginnt man als Laie, online zu recherchieren, sieht man sich mit einer Fülle von Informationen konfrontiert. Taucht man tiefer ein, stellt sich leicht Verunsicherung ein, denn die vertretenen Meinungen sind höchst konträr. Während die einen Holz als absolut empfehlenswertes Naturprodukt feiern und seine positiven Eigenschaften hervorheben, warnen die anderen vor schädlichen Emissionen oder sogar potenziell krebserregenden Stoffen, die ausdünsten können.
Was stimmt nun? Und ist Holz in Innenräumen eine gute Wahl oder nicht? Mit einem pauschalen „ja“ oder „nein“ lässt sich diese Frage leider nicht beantworten. Vielmehr lautet die Antwort: „Es kommt darauf an“. Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass Holz flüchtige organische Verbindungen (im Englischen „Volatile Organic Compound“ = VOC) freisetzt. Diese erzeugen den typischen Holzgeruch, den jeder von uns kennt. Doch was bedeutet dieser Holzgeruch? Und ist diese Qualität, die wir vielleicht als Zeichen besonderer Naturbelassenheit wahrgenommen haben, in Wirklichkeit gesundheitsschädlich?
Glücklicherweise nicht! Ein Verbundprojekt untersuchte genau diese Fragestellung. Beteiligt waren unter anderem Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung in Braunschweig und des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene der Universität Freiburg. In ihrem dreijährigen Forschungsprojekt mit mehreren Versuchsreihen setzten die Experten die teilnehmenden Probanden in einer Prüfkammer deutlich erhöhten Holz-VOC-Konzentrationen aus. Dabei kamen unter anderem frisch getrocknetes Kiefernholz und frisch hergestellte Kiefern-Grobspanplatten zum Einsatz, die als besonders VOC-lastig gelten. Das Ergebnis: Es wurde keine gesundheitsschädliche Wirkung festgestellt.,
Zu dem gleichen Fazit kommt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR), ein Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). In einer umfassenden Broschüre informiert die FNR zum Thema VOC-Emissionen in Holzbauten. Die darin ausgesprochenen Empfehlungen basieren auf zahlreichen einschlägigen Studien. Das eindeutige Resultat lautet auch hier: „Toxikologische Untersuchungen liefern keine Anhaltspunkte für die Gefährdung des Menschen.“
Holz ist grundsätzlich also ein sehr sicheres Ausgangsmaterial. Trotzdem sollten wir bei der Auswahl unserer Produkte weiterhin sehr genau hinsehen und bewusste Entscheidungen treffen. Das liegt daran, dass vor allem unbehandelte Holzprodukte gesundheitlich unbedenklich sind. Ganz anders sieht es dagegen unter Umständen aus, wenn das Holz vor der Verwendung mit Chemikalien behandelt wurde. Hier spielt vor allem Formaldehyd eine Rolle. Dabei handelt es sich um farbloses, stechend riechendes Gas, das die Augen und Schleimhäute reizt und als krebserregend gilt. Doch warum findet sich ausgerechnet dieser Stoff mitunter in Holzprodukten? Laut dem deutschen Bundesumweltamt liegt das vor allem daran, dass Holzwerkstoffe nach wie vor mit Bindemitteln auf der Basis von Formaldehyd verleimt werden. Das ist per se nicht gefährlich, allerdings kommt es stark auf die Qualität des verwendeten Produkts an. Laut Bundesumweltamt gilt: „Diese Technik wurde so weiter entwickelt, dass heute bezogen auf Formaldehyd emissionsarme Holzwerkstoffe mit diesen Leimen herstellbar sind; auf dem Markt sind aber auch Produkte mit höheren Formaldehydemissionen erhältlich.“ Genau diese Produkte mit hohen Emissionen gilt es zu meiden. In modernen Wohnungen ist das besonders wichtig. Denn neue und sanierte Gebäude sind aus energetischen Gründen wesentlich dichter als es Häuser in früheren Zeiten waren. Das bedeutet einerseits eine bessere Energiebilanz, andererseits aber auch, dass sich Schadstoffe länger in der Raumluft halten oder höhere Konzentrationen erreichen können. Genaues Hinsehen bei der Auswahl der Materialien ist deshalb essentiell!
Was die gesundheitliche Unbedenklichkeit angeht, bist du mit den Produkten von OrganiQ Wood definitiv auf der sicheren Seite. Wir setzen bei allen unseren Erzeugnissen auf höchste Holzqualität, die garantiert frei von gesundheitsgefährdenden Schadstoffen ist. Um das sicherzustellen, arbeiten wir während des gesamten Produktionsprozesses nur mit ausgewählten Partnern zusammen, die unsere hohen Standards teilen und die gleiche Philosophie verfolgen wie wir. Neugierig geworden? Hier erfährst du mehr über unsere Philosophie und die Qualität unserer Rohmaterialien. Und die fertigen Produkte gibt’s natürlich im OrganiQ Wood Shop!
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