Wie Forscher mit modernsten Trackingmethoden bedrohten Baumbestand retten
Für viele Menschen zählt eine Smartwatch mittlerweile zum Standard – genauso wie das damit verbundene Tracking der unterschiedlichsten Parameter. Von Schrittzählern und anderen Formen der Aktivitätsmessung über Vitalparameter wie die Herzfrequenz bis hin zum Schlafverhalten: Alles wird kontinuierlich überwacht und dokumentiert. Das Ziel: mehr Fitness und Gesundheit.
Auf exakt den gleichen Ansatz – also die Nutzung von möglichst genauen und vielfältigen Daten zum Erhalt der Gesundheit – setzen nun auch Wissenschaftler der Uni Hohenheim. Den Forschern geht es dabei allerdings nicht um ihre eigene Fitness, sondern um das Wohlbefinden der Bäume und Pflanzen in den Hohenheimer Gärten. Denn der Klimawandel macht sich auch hier bemerkbar und die ausreichende Bewässerung der Pflanzen wird vor allem in den Sommermonaten zum Problem.
Das Team um Dr. Helmut Dalitz setzt deshalb auf einen vollkommen neuen und innovativen Ansatz. In einem ersten Schritt sollen diverse Informationen gesammelt und miteinander vergleichen werden. Die Daten stammen dabei aus unterschiedlichen Quellen. Dazu zählen direkte Messungen des Wasserzustandes der Bäume und die vorhandene gärtnerische Expertise, aber auch Messdaten von Drohnen.
Um ein möglichst exaktes Bild über den Zustand der Bäume zu gewinnen, wurden rund 100 Sensoren angebracht. Sie messen in den Baumkronen ausgewählter Bäume den elektrischen Widerstand im Holz. Auf diese Weise lässt sich die momentane Wasserversorgung eines Baumes beurteilen, da trockenes Holz einen höheren elektrischen Widerstand hat als feuchtes oder nasses Holz. Anders ausgedrückt: Je höher der Widerstand, desto größer der Wassermangel und desto stärker bedroht ist der Baum.
Ergänzt werden diese Messungen direkt am Baum durch die Sensoren von Drohnen. Diese Sensoren werden eingesetzt, um den sogenannten Normalisierten Differenzierten Vegetationsindex (NDVI) zu ermitteln. Dabei handelt es sich um eine Messgröße, die Aufschlüsse über die Photosynthese-Leistung der Pflanzen gibt. Es gilt: Je höher die Photosynthese-Aktivität, desto gesünder der Baum. (1)
Ein großer Vorteil, der mit dem Einsatz von Drohnen einhergeht: Sie können mit relativ geringem Aufwand selbst große Gebiete abdecken. In Verbindung mit den punktuellen Messungen an den einzelnen Bäumen ergibt sich ein erstaunlich genaues Bild des Gesamtzustands einer Baumpopulation. Dieser Überblick bietet eine ausgezeichnete Grundlage, um Gegenmaßnahmen zu entwickeln und Bäume in Parkanlagen und Gärten effektiver vor Dürre und Austrocknung zu schützen.
Waldgesundheit und Nachhaltigkeit stehen bei OrganiQ Wood ebenfalls an erster Stelle. Deshalb unterstützen wir die Entwicklung neuer Technologien, die dazu beitragen, unsere Wälder zu schützen und langfristig intakt zu erhalten. Denn wir sind überzeugt: Nur Holz aus gesunden Wäldern kann als natürlicher Rohstoff seine volle positive Wirkung auf Körper und Geist entfalten!
(1) Hohenheim, U., n.d. Themenservice: Detailansicht: Universität Hohenheim [WWW Document]. URL https://www.uni-hohenheim.de/themenservice-artikel?tx_ttnews%5Btt_news%5D=64860&cHash=56af467d0d6c9094e1be6da0f7bb511c (accessed 9.2.25).

Diese Produkte bringen die Idee zu dir nach Hause
Verwandte Themen entdecken

Warum echte Verbindung weit mehr ist als bloße Nähe – und wie Räume, Design und gemeinsame Momente gegen Einsamkeit wirken können.

Kann künstliche Intelligenz echte Nähe erzeugen? Neue Studien zeigen, warum digitale Gespräche emotional wirken können – und weshalb menschliche Verbindung dennoch unersetzlich bleibt.






