Lange Zeit wurde in der Holzindustrie stark auf Monokulturen gesetzt. Konkret hieß das: Es wurden in erste Linie Kiefern und Fichten angebaut. Diese zumeist im gleichen Alter sowie streng in Reih und Glied angeordnet. Aus industrieller Sicht bot diese Art der Beforstung durchaus Vorteile. Durch den Klimawandel haben sich die Rahmenbedingungen aber grundlegend geändert. Das gilt nicht zuletzt deshalb, weil Phänomene wie übermäßige Trockenheit, Hitze und Schädlingsbefall vor allem Monokulturen stark zusetzen.
Die Folgen zeigen sich bereits jetzt deutlich: Im Zeitraum von 2018 bis 2022 erreichte die Schadholzmenge fast 250 Millionen Festmeter. Der Gesamtschaden für die Forstwirtschaft beläuft sich damit seit 2018 allein in Deutschland auf über 25 Milliarden Euro. (1)
Ein Umdenken lohnt sich somit nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht. Ein möglicher neuer Weg ist die Abkehr von Monokulturen und eine Neuausrichtung hin zu „Dauerwäldern“ mit unterschiedlichen Baumarten und Altersklassen. Diese Art der Beforstung bietet den enormen Vorteil, dass jede Baumart und Altersklasse eine jeweils andere Aufgabe übernimmt. Ältere, tiefwurzelnde Bäume befördern z. B. das Grundwasser nach oben und versorgen auf diese Weise gleichzeitig jüngere Bäume. Das Kronendach der jüngeren Bäume bremst dagegen Windböen ab und hält die Feuchtigkeit. Echtes Teamwork also!
Mit Hilfe einer solchen Durchmischung gelingt es deutlich besser, die heimischen Wälder in Zeiten des Klimawandels gesund zu halten und langfristig vor Schäden zu bewahren. Das ist in vielerlei Hinsicht wichtig! Egal, ob wir den Wald als Ruheort für Spaziergänge schätzen, Biodiversität bewahren wollen oder Holz als natürlichen Rohstoff für die Produktion benötigen: Wir alle sind darauf angewiesen, dass die existierenden Wälder noch lange Bestand haben und wir in vielfältiger Weise von ihnen profitieren können.
Bei OrganiQ Wood sind wir uns unserer Verantwortung im Umgang mit natürlichen Ressourcen bewusst. Wir setzen deshalb bereits jetzt auf eine möglichst schonende Verarbeitung. Zudem engagieren wir uns dafür, neue Einsatzbereiche für Holz und holzbasierte Produkte zu entwickeln. Dazu zählt auch, dass wir so wenig Ausschuss wie möglich produzieren und sogar für vermeintliche Abfallprodukte neue Nutzungsmöglichkeiten finden. Auf diese Weise möchten wir die Zukunft der Holzverarbeitung mitgestalten – mit nachhaltig natürlichem Design, das wirkt.
(1) Waldeigentümer, A.-D., n.d. Krise im Wald. AGDW – Die Waldeigentümer. URL https://www.waldeigentuemer.de/themen/wald-im-klimawandel/krise-im-wald/ (accessed 10.9.25).

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